Kreuzbandriss

Die beiden Kreuzbänder führen das Kniegelenk während Beuge- und Streckbewegungen und sorgen für Stabilität. Sie befinden sich mittig zwischen Oberschenkel- und Schienbeinknochen. Große Gewalteinwirkungen auf das Knie sowie starke Rotationsbewegungen können zu einem Kreuzbandriss führen, wobei das weniger kräftige vordere Kreuzband bei Verletzungen häufiger in Mitleidenschaft gezogen wird.

Typische Zeichen sind ein spürbares oder hörbares Knacken bei der Verletzung, eine rasche Schwellung durch einen Bluterguss im Gelenk und das Gefühl, dass das Knie nachgibt. Häufig ist gleichzeitig der Meniskus verletzt. Die Diagnose stellen wir durch die klinische Untersuchung (unter anderem Lachman-Test und Pivot-Shift-Test) und eine MRT, die Bänder, Menisken und Knorpel darstellt.

Ein Kreuzbandriss kann sowohl konservativ als auch operativ (Kreuzbandplastik) behandelt werden. Bei sportlich aktiven Patientinnen und Patienten gilt die arthroskopische Kreuzbandplastik, bei der das Band durch eine körpereigene Sehne ersetzt wird, als Standardverfahren. Bei geringem Aktivitätsanspruch und stabiler Muskulatur kann in Ausnahmefällen konservativ behandelt werden. Die Rehabilitation nach einer Kreuzbandplastik dauert etwa 9 bis 12 Monate.

Meine kniechirurgische Ausbildung habe ich bei Univ.-Prof. Dr. Rudolf Schabus absolviert, zur Kreuzbandchirurgie habe ich selbst wissenschaftlich publiziert.

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